Hallo,
es geht bei mir um zwei Dinge:
wann sollte ich meinem 7 jährigen neurodivergenten Kind vom unserem (Kind + ich) Auszug aus dem Haus (Nestmodell) erzählen? Möglichst bald?
Und welche Möglichkeiten /Herangehensweise habe ich denn, wenn unser (Ex und ich) Caritasberater von unserem neurodivergenten Kind von einem "ganz normal entwickeltes Kind" spricht (Berater kennt das Kind (noch) nicht)? Ich fühle mich bzw. das Kind nicht wirklich gesehen. Auch dass der Berater im letzten Termin mit mir eher über die Kommunikation mit Kind (wie stelle ich als Mama Fragen an das Kind) sprechen wollte (habe erklärt dass ich mich seit 4-5 Jahren mit Pädagogik, entwicklungspsychologie, GFK usw "beschäftige") und es weniger darum ging, dass Ex seine eigenen Regeln aufstellt bzw. fehlende, oberflächliche Kommunikation zwischen ihm und mir. Was kann man als anderer Elternteil denn an Informationen vom anderen Elternteil "fordern" ( z.b. hinsichtlich Einführung neuer Partner, infos über Vorkommnisse in der jeweiligen Betreuungszeit,..)? Ich weiß dass es ihm an sich frei gestellt ist was er in seiner Betreuungszeit macht mit Kind (solang keine Kindeswohlgefährdung vorliegt), aber gewisse Dinge sollten (?) in der Anfangszeit der Trennung untereinander ausgetauscht werden?
Im ersten Gespräch mit unseren Rechtsanwälten hat er die letzte Woche gesagt, dass ich mit Kind überfordert wäre, das Kind bei ihm plus Partnerin und den drei weiteren Kindern optimal aufgehoben wäre, das Kind mal geäußert hätte dass es Alpträume hätte weil ich es anschreien würde, er würde gern wissen wie oft ich das Kind in die Schule fahren müsste weil ich es nicht fertig bringen würde das Kind rechtzeitig fertig zu machen (was absolut in den letzten Wochen/Monaten 2-3x passiert ist tatsächlich),..
Ich habe Angst dass er mir das Kind direkt oder indirekt wegnehmen möchte. Er zieht wohl auch 20-30km weiter weg die nächsten Monate, mit Partnerin und Kindern..
Hallo sowahr,
eine Einigung wäre sicher die beste Lösung. Wegen der finanziellen Dinge haben Sie und Ihr ehemaliger Partner sicher juristischen Rat. Ob sie das finanziell stemmen können, dazu kann im Elternforum natürlich nichts gesagt werden. Aus Sicht des Kindes ist alles gut, wo es keinen Streit gibt. Um einen Streit zu beginnen, dafür reicht eine Person. Den Streit aufrecht erhalten, dazu braucht es mehrere. Alles was Sie tun, um Gelassenheit herbei zu führen, ist gut für Ihr Kind. Auch wenn dabei vielleicht nicht alle berechtigten Erwachsenen Interessen erfüllt werden können.
Viele Grüße,
bke-Stephan-Bäcker
Habe ich Sie richtig verstanden: Sie wollen aus dem Haus ausziehen, die Wohnung ist aber nicht optimal. In dem Haus fühlen Sie sich aber eigentlich auch nicht mehr wohl. Der Hausverkauf wird sich hinziehen - also wollen Sie wieder zurück in das Haus ziehen, bis es verkauft wird?
Ich bin gerade dabei aus dem gemeinsamen Haus zuziehen, da ich mich vor ein paar Wochen/Monaten aus emotionalen (negative Erlebnisse im letzten Jahr mit Ex) und eigentlich auch finanziellen Gründen (plus Kind und ich sind nicht so in diesem Wohnort angebunden) dagegen entschieden hatte. Nun sind die Emotionen ruhiger, usw. und ich überlege, ob das Haus behalten (Stabilität, usw.) vielleicht doch eine mögliche Variante für Kind und mich wäre.
Wir haben bereits Kaufinteressenten für das gemeinsame Haus, aber falls ich mich tatsächlich entschließe das Haus zu behalten, könnte sich die Einigung mit Ex hinziehen so meine Vermutung.
Aus meinem Erfahrungsschatz kann ich berichten: je stabiler und sicherer die Eltern, desto stabiler und sicherer kann ein Kind auch sein. [...] Wie können wir unser Kind stärken, dass es auch diese Krise bewältigen kann? Was tun Sie dafür?
Ich versuche genügend Selbstfürsorge (bzw. "was möchte ICH eigentlich?") einzubauen, war in einem Trennungskurs, mich mit Freunden usw auszutauschen (Rat einzuholen, externes Feedback/Hilfestellungen/usw.), damit ich so gut es geht stabil zu sein für mein/unser Kind. Und dann natürlich unserem Kind immer wieder zu sagen und zu vermitteln, dass ich es liebe, dass Mama und Papa immer Mama und Papa bleiben, es für Probleme immer Lösungen gibt, wir es uns gemütlich machen in der neuen Wohnung, usw.
Hallo sowahr,
also aktuell muss ich sagen, finde ich es sehr verwirrend 😅
Habe ich Sie richtig verstanden: Sie wollen aus dem Haus ausziehen, die Wohnung ist aber nicht optimal. In dem Haus fühlen Sie sich aber eigentlich auch nicht mehr wohl. Der Hausverkauf wird sich hinziehen - also wollen Sie wieder zurück in das Haus ziehen, bis es verkauft wird?
Aus meinem Erfahrungsschatz kann ich berichten: je stabiler und sicherer die Eltern, desto stabiler und sicherer kann ein Kind auch sein. Die Frage ist in meinen Augen weniger, wie oft man mit einem Kind umziehen sollte (wobei ich auch da für Stabilität plädieren würde), sondern mehr, wie können wir unserem Kind diese Sicherheit und Stabilität bestmöglich vermitteln. Wie können wir unser Kind stärken, dass es auch diese Krise bewältigen kann? Was tun Sie dafür?
Viele Grüße
bke-Betty Vlok
Guten Abend,
ein Kind kann mit Haus kaufen und verkaufen in dem Alter einfach noch nicht viel anfangen. Das müsste dann auch noch wieder erklärt werden. Es muss aber jetzt erst mal verkraften, dass es neue Wohnungen auf beiden Seiten gibt.
An sich wäre es schön, wenn ein Elternteil das Haus behalten könnte und das Kind so noch etwas Stabilität behält. Aber der Vater zieht weg, könnten Sie es denn erhalten?
Hallo,
nochmal eine Nachfrage:
wäre es denn für das Kind verwirrend wenn es zusammen mit Mama wieder in das bekannte Haus einzieht in ein paar Wochen/Monaten?
Der Auszug in eine neue Wohnung ist gerade am "passieren". Und eine Einigung mit Vater über die Details (finanziell) könnte sich schwieriger gestalten, heißt länger dauern.
Vielen Dank Herr Bäcker für Ihr Feedback, für den Blick was gut läuft, was mal sein könnte.
"Erzählen sich nichts privates, besuchen sich nicht, verbringen keine Freizeit miteinander. Arbeiten zusammen und schaden sich nicht," - > für mich (und Kind?) mit die größte Herausforderung ist es, dass Ex an einem Tag x sagt und dann Tage oder Wochen später sagt: y.
Oder dass er anscheinend meint, dass ich ihm das/sein/unser Kind wegnehmen möchte oder ich ihn bezüglich "Änderung Betreuungszeit" überrascht hätte.
Hallo sowahr,
mein Nickname ist bke-Stephan-Bäcker. Das mit den vielen Köchen, die den Brei, in dem Fall die Beratung verderben, stimmt zum Glück nicht für unser Forum. Hier haben Sie die Chance, verschiedene Sichtweisen kennenzulernen und sich das herauszupicken, was für Sie passt.
Ich habe mir den ganzen Verlauf hier durchgelesen. Puh, Sie haben es gerade gar nicht einfach. Und für Ihr Kind, mit seiner besonderen Eigenschaft Neurodivergenz, muss sich auch alles ziemlich krass anfühlen. Eltern, die sich nicht gut einigen können, Streit zwischen den wichtigsten Menschen in seinem Leben, Umzüge, neue Menschen, die dazu gekommen sind. Ich bin kein Experte für Neurodivergenz aber ich vermute, dass ist ganz schon viel für das Kind. Vor allem deshalb, weil es für jedes Kind und auch für alle Eltern ganz schön viel wäre.
Was mir auffällt: Sie wünschen sich so sehr, dass Sie als Eltern zusammenarbeiten, beide das richtige tun und nur das Kind im Blick haben. Dieser Wunsch ist wunderbar. Wenn ich mir Ihre Beiträge durchlese befürchte ich jedoch, dass sich dieser Wunsch - noch - nicht umsetzen lässt. Sie sind nicht mehr die Beraterin des Ex. Was Sie sagen, kann er offensichtlich nicht richtig verstehen. Kann oder will. Und: Sie können nur das ändern, was Sie selbst ändern können. Sie können das Richtige tun, denn das ist ja immer richtig, egal, was der Andere macht. Sie können mit Ihrem Kind so sprechen, wie Sie es für erforderlich halten, können neue Menschen bei Ihrem Kind zum richtigen Zeitpunkt einführen. Was der Ex macht, können Sie nicht beeinflussen. Und ich vermute, Ihr Kind würde davon profitieren, wenn Sie Ihren Blick darauf richten, was Sie daheim machen und sich nicht mehr davon stressen lassen, was der Vater veranstaltet. Das ist schwer. Aber machbar. Und würde Ruhe bringen.
Wenn Sie einen Eltern-Trennungs-Kurs gemacht haben, ist dort vielleicht das Bild einer parallelen Elternschaft vorgestellt worden. Die ist, etwas schlechter, als eine kooperative. Aber viel besser, sehr viel besser, als eine dauerhaft konfliktbehaftete. In der parallelen Elternschaft haben die Eltern eine Arbeitsbeziehung. Klären wichtige Dinge, die das gemeinsame Projekt "Kind" angehen, lassen sich sonst aber in Ruhe. Weil Sie sich persönlich nicht so nahe stehen wollen. Erzählen sich nichts privates, besuchen sich nicht, verbringen keine Freizeit miteinander. Arbeiten zusammen und schaden sich nicht, weil sie aufeinander angewiesen sind, wenn das Projekt gelingen soll.
Manchmal passiert es, dass solche Arbeitsbeziehungen auch freundschaftlich werden. Das muss aber für die Zusammenarbeit nicht passieren, das geht auch so. Und auch in Arbeitsbeziehungen können unterschiedliche Vorstellungen ausgetauscht werden, für die eigene Position geworben werden. Sachlich und ohne Emotionen. Das ist auch in solchen Beziehungen nicht leicht. Aber sehr viel leichter als in Streitbeziehungen.
Hoffentlich habe ich Sie jetzt nicht zu arg zu-getextet. Kurz Zusammengefasst: Sie sind eine gute Mutter, sehen die Bedürfnisse Ihres Kindes und können nur das gut machen, was Sie selbst gut machen können.
Ganz viele Grüße,
bke-Stephan
Nachtrag: Ex fand die Idee mit dem Besuch der anderen Wohnung gestern abend ok, jetzt findet er sie irgendwie schräg.. habe ihn jetzt nach seinen Kontrapunkten gefragt, was denn dagegen sprechen würde. Bin gespannt was er antwortet.
Er lehnt es ab mit komischen Argumenten, wie z.b. dass wir als Eltern dem Kind ein schräges Bild vermitteln würden, wenn er mit dem anderen Elternteil die neue Bleibe des anderen Elternteils besuchen würde. Zudem meinte er, das Kind würde an keinem Wohnort mit beiden Elternteilen zusammen jemals zusammen Zeit verbringen.. :(
Und er meint, dass der Vorschlag von mir der "Idee" der Caritasberaterin "beide Elternteile leben ihre getrennte Leben" widersprechen würde.
Er schlägt vor, dass wir unserem Kind ein positives Bild der neuen Wohnsituation vermitteln sollten und dem Kind darauf Lust machen.
-> ich bin einfach nur gefrustet und fühle mich hilflos, dass der Vater nicht sein Kind unterstützen möchte bzw. nur seinen Weg sieht..
Guten Morgen,
ich muss es noch einmal durchsprechen mit wem ob es für mich machbar wäre finanziell das Haus doch zu behalten.
Wobei sowohl unser Kind wie auch ich hier im Haus-Wohnort nicht sooo verwurzelt/angebunden sind.
Ich hatte vor 3Monaten mich vorallem gegen das Haus entschieden wegen emotionalen Gründen meinem Ex bzw. das was dort das letzte Jahr "gesagt" wurde. Mittlerweile könnte ich es mir emotional eher vorstellen.
Haben zudem bereits Kaufinteressenten aus dem Bekanntenkreis. Kaufvertrag oder so ist jedoch noch nicht unterschrieben.
Nachtrag: Ex fand die Idee mit dem Besuch der anderen Wohnung gestern abend ok, jetzt findet er sie irgendwie schräg.. habe ihn jetzt nach seinen Kontrapunkten gefragt, was denn dagegen sprechen würde. Bin gespannt was er antwortet.
Guten Abend,
ein Kind kann mit Haus kaufen und verkaufen in dem Alter einfach noch nicht viel anfangen. Das müsste dann auch noch wieder erklärt werden. Es muss aber jetzt erst mal verkraften, dass es neue Wohnungen auf beiden Seiten gibt.
An sich wäre es schön, wenn ein Elternteil das Haus behalten könnte und das Kind so noch etwas Stabilität behält. Aber der Vater zieht weg, könnten Sie es denn erhalten?
Es ist schön, wenn beide Elternteile die jeweiligen Wohnungen des anderen besuchen, sie können ja mit dem Vater drüber reden.
Ihr Kind fühlt, dass gerade viel passiert und braucht Sie beide gerade sehr, um sich abzusichern, dass niemand verloren geht, dass es sicher ist.
bke-Claudia Rohde
Hallo,
können Sie ggf. noch mal etwas zum Punkt:
"Das der Papa auch in eine Wohnung zieht, kann man sagen, aber das das Haus verkauft wird, musss ein 7 jähriges Kind nicht wissen.
Das kann man später erzählen."
sagen bzw. erklären, warum sie es so machen würden (also ohne den Verkauf von Haus)?
Was halten Sie denn von der Idee, dass der Vater die Wohnung anfangs einmal mit Kind zusammen besucht und ebenso andersrum?
Unser Kind war heute zum ersten Mal in der (noch nicht eingerichteten) Wohnung, nachdem es gestern abend einen großen Gefühlssturm hatte.
Hallo,
vielen Dank für den Input.
Ja nachdem ich dem Vater gesagt habe dass ich nicht mehr im Haus wohnen möchte (bzw. es behalten , wie auch immer es überhaupt geldtechnisch machbar gewesen wäre ggf. - aufgrund den emotionalen Erinnerungen an das letzte Jahr wollte ich es nicht mehr behalten) bzw. ausziehen werde, hat er sich auch nach einer wohnung/Haus (zusammen mit neuer Partnerin und deren Kindern) umgeschaut und jetzt wohl etwas gefunden. Er nannte mir bisher immer etwas nähere Wohnorte. Ich hatte eben gedacht/gehofft dass der Umzug von Vater etwas zeitlich versetzt wäre, eher gegen dem Zeitpunkt vom Hausverkauf November.
Ich denke die Neurodivergenz unseres Kindes macht es zudem auch nicht leichter.
Ich frage das Kind was es denn noch an Möbel mit in die neue Wohnung nehmen möchte. Auch waren wir vorletzte Woche mal bei Ikea, aber da war es fürs Kind der Besuch an sich interessant und weniger einen Schrank auszusuchen.
Hallo,
der erste Schritt ist getan. Ihr Kind weiß von dem Umzug und der neuen Wohnung. Diese ist zwar nicht ideal, aber entscheidend ist, dass Sie beide sich da erst einmal wohlfühlen können.
Natürlich ist ein Kind traurig, wenn sich soviel verändert. Sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie gern mit ihm schauen wollen, was da in der Wohnung noch fehlt oder gemacht werden muss, damit es sich da wohl fühlt, dann wird es schon mitkommen.
Immerhin gibt es ja auch Wünsche, was mit soll in die neue Wohnung.
Beziehen Sie Ihr Kind ein, kaufen Sie gemeinsam Dinge für die Wohnung, schauen, Sie was soll wohin im Kinderzimmer, soll es eine bestimmte Lampe sein, eine bestimmte Farbe an den Wänden usw.
Das der Vater auch auszieht, war das so geplant?
Ja, das sind noch mehr Veränderungen für ein Kind.
Das der Papa auch in eine Wohnung zieht, kann man sagen, aber das das Haus verkauft wird, musss ein 7 jähriges Kind nicht wissen.
Das kann man später erzählen.
Mama und Papa ziehen aus und jeder hat eine Wohnung und ich kann bei beiden sein, das ist gerade wichtig. Beide sind für mich da.
bke-Claudia Rohde
Hallo,
ich bräuchte noch einmal Input zum Thema Umzug:
Ich habe unseren Kind vor zwei wochen vom Auszug erzählt. Es weinte, sagte dass es nicht will und warum denn. Habe getröstet und dann erklärt dass ich es so entschieden habe weil ich im gemeinsamen Haus nicht mehr glücklich bin. Ich konnte dann Bilder der Wohnung und street view Bilder zeigen. Hatte sich dann die kommenden Tage etwas mehr auf die neue Wohnung gefreut. Nun habe ich seit Freitag die Schlüssel. Aber Kind wollte bisher nicht mit in die Wohnung kommen.
Muss diese noch zwei Zimmer tapezieren und einrichten.
Kind hat bereits gesagt dass es das bestehende Bett mitnehmen möchte, einen neuen Kleiderschrank und eine Kuschelecke.
Habe gesagt, dads wir es uns gemütlich und schön machen werden.
Ich fühle mich allerdings nicht so ganz wohl in der Wohnung, weil recht alt, Dämmung quasi nicht vorhanden usw. Die Wohnung ist für mich nur eine Übergangslösung.
Wie kann ich es meinem Kind einfacher machen?
Der Vater wird in einem Monat auch aus dem Haus ausziehen, etwa 50km weg (Kind hat im neuen Haus ein eigenes Zimmer und übernachtet tageweise dort). Vater wird es dem Kind jetzt am Wochenende sagen (plus dass das Haus im Herbst weg/verkauft ist), bevor er mit Kind in den Urlaub fliegt Anfang nächster Woche. Er möchte wohl anfangen zu packen die Tage - ich wäre dafür dass er es bis nach dem Urlaub schiebt, wo ich dann die Betreuung für das gemeinsame Kind habe.
Sorry,
wollte keine Missverständnisse produzieren.
Ich wollte mit meiner Antwort nur sagen, dass es wichtig ist, dass Berater und Kind eine gute Beziehung haben, um über diese Dinge zu sprechen.
Ja, es wird immer so sein, dass es zu einem Thema verschiedene Antworten gibt. Es muss immer zuerst für das Kind passen. Das ist für mich entscheidend.
bke-Claudia Rohde
Auf die Caritas/Erziehungsberatungsstelle?
Verstehe Ihre Antwort nicht ganz..
Meine bezog sich an sich auch auf die Caritas.
Habe die letzte Woche festgestellt, dass auch beim Thema Kind vom Umzug erzählen die Meinungen/Empfehlungen auseinandergehen "trotz" Fachperson: KJP Arzt meinte, pro Transparenz und eher gleich, hier z.b. eher kurz vorher wegen Neurodivergenz.
Verwirrend für mich.
Meine Antwort bezog sich nur auf die Beratungssituation mit ihrem Kind morgen.
Hallo Claudia,
danke für die erneute Rückmeldung.
Es geht mir denke ich darum, dass der Berater mein Kind falsch einschätzt, kein/kaum Blick auf die Neurodivergenz hat, sie vielleicht schlussfolgern könnte, dass der "Fehler" bei mir liegt, usw. Das kann ich nicht/kaum beeinflussen. :( Mein Kind begleiten in Zukunft, in Verbindung/Beziehung sein, usw. kann ich.
Guten Morgen,
morgen, am Montag ist das Gespräch des Beraters mit Ihrem Kind.
Wie schon in einer Antwort beschrieben, laufen die Gespräche sicher immer etwas anders. In der Regel geht es ja zunächst um Kontaktaufnahme und Beziehungsaufbau.
Da ist jedes Kind auch anders, die einen sind schnell offen und andere sind völlig verschlossen. Mitunter vergeht auch ein erstes Gespräch ohne überhaupt an das Thema heranzukommen.
Neurodivergenz bedeutet ja zunächst besondere Art der Informationsverarbeitung. Also geht es darum, wie ihr Kind es tut.
Wie nimmt es die Situation dort vor Ort auf, wie verarbeitet es die Veränderungen in der Familie. Und da sind wir bei allen Kindern, jedes tut es anders. Es braucht Zeit und gute Beziehung, um wichtige Themen zu besprechen.
bke-Claudia
Danke für dieses Feedback.
Ich habe einmal in einer Email an den Berater dies geschrieben:
"Wie kann ich denn da argumentieren ihm gegenüber dass er kommt? Dass ich mit ihm Sachen regeln möchte - fair und nicht "er bestimmt wo es lang geht"?"
Da ist der Berater aber nicht wirklich drauf eingegangen, sondern kam mit "wir (beide Elternteile) müssen uns einigen".
Mir macht es auch etwas Bauchweh was mein Ex sagt, wenn ich erstmal ein Einzeltermin nehmen würde statt Kennenlernen Kind am Montag, a la "Mama ist nicht kooperativ o.ä."
Hallo sowahr,
mein Nickname ist bke-Fritzi-Falk. Ich gehöre ebenfalls zum Moderationsteam hier im Forum.
Ich habe mir die Beiträge gerade durchgelesen und würde gerne auch etwas dazu schreiben.
Ich habe verstanden, dass Sie sich in der bisherigen Beratungssituation nicht ausreichend gehört fühlen. Ich empfinde aus Beraterinnen-Sicht eine offene und ehrliche Ansprache meiner Klient*innen als sehr hilfreich für den Beratungsprozess, insbesondere wenn sie unzufrieden sein sollten mit meiner Vorgehensweise. Das kann die Beratungsbeziehung deutlich verbessern.
Von daher würde ich Sie einladen, Ihre Wünsche (Einzeltermine) direkt zu kommunizieren und klarzumachen, dass Sie eine tiefere Auseinandersetzung mit Ihren Fragen und Anliegen wünschen.
Oder habe ich das überlesen und Sie haben das bereits probiert?
Viele Grüße.
bke-Fritzi-Falk
Hallo Vicky,
es gibt an sich keinen roten Faden. Berater fragt jedes Mal, was wir besprechen wollen im Rahmen "Trennung/Elternschaft".
Ich wünsche mir eingehen auf meine Fragen, auch mal den anderen Elternteil befragen, ob das Verhalten vom Kind wovon ich erzählt habe bereits auffällig ist und was ggf. "Konsequenzen" wären.
Was ich bräuchte damit ich mich bzw. das Kind "sicher/gesehen" fühlen würde vom Berater: puh, da ist in der Vergangenheit einiges "schief" gelaufen in den Beratungen (überhaupt nicht eingehen auf Vorkomnisse wie Vorgehensweise von Ex zu Einführung neuer Partner (Paar- und Kindebene), auf mich den Fokus haben (also dass ich Einzeltermine bräuchte und Hinweise auf "wie stellt man Kindern die richtigen Fragen" usw), evtl. keine Ahnung von Neurodivergenz,..). Habe momentan nicht so ein gutes Gefühl, da mein Kind in meinen Augen sich sehr gut anpassen (Masking?) kann..
Hallo sowahr,
auch ich möchte mich gern mit in die Unterhaltung klinken, ich bin Betty Vlok :)
Wie ich lese, sind Sie bereits über mehrere Termine hinweg bei der Caritas angebunden, allerdings habe ich mich beim lesen gefragt: ist ein klarer Auftrag formuliert, der den roten Faden in der Beratung zwischen Ihnen und Ihrem Ex-Partner und dem Berater bildet? Ich lese, dass Sie sich in Ihren Anliegen nicht ausreichend gesehen fühlen - vielleicht gilt es, noch einmal die Aufträge in der Beratung zu überprüfen und ggf. anzupassen?
Beratungen laufen sehr unterschiedlich ab. Das in einer konflikthaften Trennungsberatung Berater*innen keine Anliegen via Mail bearbeiten, die nicht auch im Postfach der anderen beratenden Partei landen, ist meines Erachtens aber üblich. Auch ich erinnere in solchen Beratungssettings immer wieder an die Neutralität, die Beratende einhalten. Da sind "Geheimnisse" aufgrund verdeckter Mails für den Prozess nicht dienlich.
Auch das Einbinden von Kindern wird sehr unterschiedlich gehandhabt. Lese ich eine Verunsicherung auf Ihrer Seite? Wenn ja, was brauchen Sie, damit Sie Ihrem Berater in Bezug aufs Kennenlernen Ihres Kindes vertrauen können?
So meine ersten Gedanken dazu - in der Hoffnung, dass sie Ihnen etwas bringen?!
Beste Grüße
bke-Betty Vlok
Hallo,
das funktioniert eben möglicherweise nur in einer gemeinsamen Beratung.
"Angriff und Verteidigung", hatte gar nichts mit Ihnen als Personen speziell zu tun, sondern mit dem, wie Kommunikation mitunter verläuft. Mit dem was ich höre, obwohl es vielleicht anders gemeint war und dem, was ich sage, was beim anderen anders ankommt.
Teilen Sie dem Berater mit, was Sie sich wünschen, dann ist das ein Thema.
bke-Claudia Rohde
Hallo,
ich bin es nochmal.
Das Thema mit "schwieriger Kommunikation", "Ignorieren/verheimlichen/Blocken bei Expartner/anderen Elternteil/wenig bis keine Kooperation in Kindes-(auch auch Eltern)dingen" habe ich dem Berater bei der Caritas/Erziehungsberatungsstelle mehrmals mitgeteilt. Als Antwort entweder nichts oder "sie müssen einen Kompromiss finden".
Von den Beitrag vom 15.6.: "Es geht dabei mitunter um Kompromisse, aber ehr um, wo und wie arbeiten wir als Eltern bestmöglich zusammen. Wie können wir auch weiterhin gut für unser Kind da sein.
Dazu gehört Transparenz, damit Ihr Kind sich gut orientieren kann." -> bisher kam aber von meinem Ex wenig bis nichts, vorallem auf dem Gebiet "neue Partnerin/Familie, neuer Wohnort/konstellation, usw." und meint seine Meinung/Ansicht (z.b. weiterer Neurodivergenz Diagnostik, Wohnumfeld mit neuer Familie und den Kindern) sei die Wahre/das beste.
Ich habe den Eindruck dass ich beim Berater im Fokus stehe, er sich auf mich "eingeschossen" hat (habe 2-3x Emails zwischen den Terminen an die Beratung geschickt, die mit "ich bin zur Neutralität verpflichtet und berate beide Elternteile", hat mir beim letzten Gespräch eine Einzelsitzung angeboten (obwohl bekannt war dass ich ne der letzten Elterntrennungsgruppe teilgenommen habe), dass mein Kind nicht ausreichend gesehen wird ("man kann den Kindern schon ruhig etwas zumuten" - was ich in Anbetracht des Tempos usw. (bei "Einführung neuer Partner", usw.) + Neurodivergenz Kind + 7Jahre altes Kind nicht so stehen lassen möchte. Berater geht aber auch hier auf die Frage: "es macht doch einen Unterschied ob es ein 7 jahre altes Kind usw. ist oder ob älteres Kind". Haben jetzt für Montag ja ein Kennenlerntermin (Berater und Kind mit Fragestellung ob es dem Kind gut geht bzw. überfordert ist mit der aktuellen Situation) ausgemacht, bin aber weiterhin unschlüssig ihn wahrzunehmen. Gibt es denn ein bestimmtes Vorgehen der Erziehungsberater bei dem Kennenlernen vom Kind (wird da allgemein gefragt, ob es dem Kind gut geht oder eher Fragen nach den Elternteilen, aktuelle Gefühle, Situation gefragt)? Das Elternteil ist wahrscheinlich ja nicht im Raum anwesend.
Hallo,
das funktioniert eben möglicherweise nur in einer gemeinsamen Beratung.
"Angriff und Verteidigung", hatte gar nichts mit Ihnen als Personen speziell zu tun, sondern mit dem, wie Kommunikation mitunter verläuft. Mit dem was ich höre, obwohl es vielleicht anders gemeint war und dem, was ich sage, was beim anderen anders ankommt.
Teilen Sie dem Berater mit, was Sie sich wünschen, dann ist das ein Thema.
bke-Claudia Rohde